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Der Waschbär stammt aus Nordamerika, wo er von Kanada bis Panama verbreitet ist. Nach Europa gelangte er als Pelztier auf Zuchtfarmen, aus denen sich einzelner Exemplare dank ihrer Fingerfertigkeit immer wieder selbst zu befreien konnten. Die heutigen Waschbärbestände in Ostdeutschland und in Nordfrankreich könnten als Kriegsfolgen bezeichnet werden. Sie entstanden durch die Zerbombung einer Pelztierfarm bzw. sind die Hinterlassenschaft amerikanischer Soldaten, die Waschbären als Maskottchen hielten. Die größte europäische Population befindet sich in Mitteldeutschland und ist auf die Ansiedlung von nur zwei Waschbärpaaren im Jahre 1934 zurück zu führen. Weitere Einbürgerungen des Waschbären haben in Weißrussland und dem Kaukasus sowie in Japan stattgefunden. In Deutschland wird der Waschbär heute als heimisch betrachtet und ist nahezu flächendeckend verbreitet. Auch in den Nachbarländern mehren sich die Waschbärnachweise. In Österreich ist er seit Mitte der 70er Jahre bekannt, scheint bisher aber noch keine nennenswerten Dichten erreicht zu haben.
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