 © I.Bartussek |
Weil sich der Waschbär zu einem großen Teil von Wasserlebewesen ernährt, lebt auch er gerne in der Nähe von Gewässern. Besonders wichtig ist dem Waschbären aber die dritte Dimension seines Lebensraumes - er braucht Bäume auf die er sich flüchten kann wenn Gefahr droht und auf denen er Schlaf- und Wurfplätze findet. Dementsprechend bewohnt der Waschbär häufig gewässerreiche Laub- und Mischwälder mit einem hohen Anteil alter Höhlenbäume. Dabei werden insbesondere Eichen als Schlafbäume bevorzugt. In manchen Regionen nutzt der Waschbär aber auch Schlafplätze am Boden, z.B. im dichten Schilf. Grundsätzlich meidet er aber große Offenflächen. Hoch gelegene Schlafplätze findet der Waschbär auch in menschlichen Siedlungen - zum Beispiel auf Dachböden. Im städtischen Lebensraum findet er reichlich Nahrung in Abfalltonnen und Obstgärten, so dass die Waschbärdichte dort um ein vielfaches höher sein kann als im Wald. Nicht selten entstehen dann Konflikte mit der örtlichen Bevölkerung, die sich durch die unerwünschten Untermieter gestört fühlen.
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