Der Enok stammt aus Ostasien und kam durch ein Programm zur Bereicherung der Jagdreviere mit neuen Pelztierarten nach Europa. Dabei wurden im europäischen Teil der damaligen UdSSR zwischen 1928 und 1956 etwa 9.000 Marderhunde ausgesetzt. Der Pelzträger aus Fernost etablierte sich gut und breitete sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 40km pro Jahr westwärts aus. Mitte der 50er Jahre erreichte er Finnland und Polen, und etwa 30 Jahre später stand er zahlenmäßig dem dort beheimateten Rotfuchs um nichts nach. Mittlerweile ist der Marderhund fester Bestandteil der Europäischen Fauna und kommt von Skandinavien bis zum Schwarzen Meer vor sowie im Westen bis nach Österreich und Deutschland und wurde vereinzelt auch schon in der Schweiz, in Frankreich, den Niederlanden und Dänemark gesehen. In Österreich wurde der Enok in den 60er Jahren erstmals sicher nachgewiesen und gilt bisher noch als Seltenheit.